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Studien, Statistiken, Artikel und Statements
Informationen von und über offizielle Stellen

WHO - Ein Bericht
Der Bericht der Weltgesundheitsorganisation spricht sich ausdrücklich auch
für Hausgeburten aus. Pflichtlektüre für alle, die es genau wissen wollen
und für alle, die noch Argumente brauchen. Mit Bestellmöglichkeit für
die deutsche Übersetzung.

Studie: Die abgebrochene Geburtshausentbindung – eine Risikokonstellation?
"Ergebnisse: Alle 7 Berliner und 9 von 12 Bayerischen Geburtshäusern beteiligen sich an der Studie. Sie bzw. die Verlegungskliniken meldeten im Zeitraum 9/99 bis 3/01 insgesamt 301 subpartale und 30 Verlegungen post partum. Wichtigste Verlegungsgründe: vorz. Blasensprung (22%), protrahierter Geburtsverlauf (20%), Geburtstillstand in der Eröffnungsperiode oder auffälliges CTG (je 12%). In 51% kamen es in der Klinik zur Spontangeburt. 15% der Verlegungen wurden als Notfall deklariert. Ca. 7% der Neugeborenen wurden in eine Kinderklinik verlegt. Die perinatale Mortalität und die Müttersterblichkeit ist 0."

Artikel über Studie in Niedersachsen 1995-1998

"Bei umfassender Betreuung durch Hebammen stehen Hausgeburten den Entbindungen in Kliniken in keiner Weise nach. Das ist das Ergebnis einer über vier Jahre laufenden Studie des Hebammenverbandes und der Ärztekammer Niedersachsen. Danach genießen Schwangere, die sich zu einer Entbindung zu Hause, in Geburtshäusern oder Hebammenpraxen entschließen, eine ebenso gute Betreuung wie sie in den Geburtsabteilungen von Kliniken üblich ist. «Normal verlaufende Schwangerschaften sind bei Hebammen in guten Händen», betont Brigitte Sens, Leiterin des Zentrums für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Für Risiko-Schwangerschaften seien jedoch Kliniken der richtige Ort."

Pressemitteilung QUAG zur Erhebung von außerklinischen Geburten 1999
"Erste Zahlen aus der Studie liegen bereits jetzt vor: 452 Hebammen, 40 Geburtshäuser sowie 19 andere Einrichtungen (Praxen, Entbindungsheime etc.) beteiligten sich an der Erhebung, die insgesamt 8578 Geburten zählte, darunter 22 Mehrlingsgeburten. 1102 (12,9%) von insgesamt 8567 Schwangeren wurden in die Klinik verlegt, nur 89 davon als Notfall, die verbleibenden "in Ruhe", also aus verschiedenen anderen Gründen."

Schweizer Kohortenstudie 1996

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Schlussfolgerungen: Bei Frauen, die sich im Kanton Zürich für eine Hausgeburt
entscheiden, kann weder für die Mutter noch für das Kind ein erhöhtes Risiko
nachgewiesen werden. Die tieferen pH-Werte im Nabelarterienblut bei den
Hausgeburten sind wahrscheinlich durch verzögerte Messungen bei längeren
Transportzeiten bedingt."

Schweizer Nationalfondsstudie Hausgeburt vs Spitalgeburt 1993
"Schlussfolgerung: Die geplanten Hausgeburten beinhalten keine grösseren Risiken
für Mutter und Kind als die Geburt im Spital. Die Chance, ohne Eingriffe zu gebären,
ist zu Hause grösser. Ein guter Kontakt zwischen den Betreuenden der Hausgeburten
und der Spitäler ist eine wichtige Voraussetzung."

Artikel über Hausgeburtsdebatte in England über eine Sudie von James Drave
"Der Hauptkritikpunkt an der Studie war, dass in den USA und in Australien Hausgeburten unter anderen Voraussetzungen stattfinden als in Europa. In den USA entscheiden sich auch Frauen mit einer Risikoschwangerschaft für eine Hausgeburt, um der Medikalisierung und dem schnellen Kaiserschnitt in den Kliniken (amerikanische Sectiorate 1998 21%) zu entkommen, oder sie lassen sich von nicht professionellen Hebammen betreuen. In Australien waren 18 von 50 beschriebenen Totgeburten Zwillinge, Frühgeburten, Übertragungen oder Steißlage; lauter Fälle, die in England gar nicht zu Hause entbinden dürften. Als entscheidende Voraussetzung für eine Hausgeburt gilt in allen wichtigen Arbeiten die „Low risk Schwangerschaft“. Dann sind die Ergebnisse sogar besser als in der Klinik."

Artikel über Hausgeburten in den Niederlanden Juli 2005
"
Die ausgesprochen starke Stellung der Hebamme im niederländischen Gesundheitssystem hat zur Folge, dass in den Niederlanden viel mehr Hausgeburten stattfinden als in anderen Ländern Europas. Traditionell wird die Geburt als natürlicher Vorgang betrachtet, der lieber „gezellig thuis“, also in der gemütlichen Umgebung des eigenen Heims stattfinden sollte, als in der sterilen Atmosphäre eines Krankenhauses. Dieser Umstand wird noch dadurch unterstützt, dass Frauen, die lieber im Krankenhaus gebären wollen, eine Eigenleistung von derzeit etwa 70 Euro bezahlen müssen."

Artikel Deutsches Ärzteblatt: Hohe Sicherheit von geplanten Hausgeburten Juni 2005
"
OTTAWA/ONTARIO. Hausgeburten stoßen bei vielen Gynäkologen auf größte Vorbehalte. Sie fürchten im Fall einer unvorhergesehenen Komplikation um das Leben von Mutter und Kind. Doch eine große prospektive Kohortenstudie aus Nordamerika kommt im British Medical Journal (BMJ 2005;330:1416-1419 zu einem anderen Ergebnis. Keine Frau kam ums Leben, und die intrapartale und neonatale Sterblichkeit war nicht erhöht. Dagegen war die Rate medizinischer Interventionen deutlich niedriger als bei geplanten Geburten in der Klinik."

Artikel WDR (PDF): Hausgeburt - Sichere Alternative zur Klinik Oktober 2004
"
Warum gibt es in Deutschland nur so wenige Hausgeburten?
Zum einen dominiert die Annahme, möglichst viele medizinische Geräte und Personal garantieren auch mehr Sicherheit. Zum anderen fehlt einfach die persönliche Erfahrung. Wenn alle in die Klinik gehen, gibt es auch keine Schwestern, Mütter, Schwägerinnen oder Nachbarinnen, bei denen eine Geburt zu Hause miterlebt werden könnte. Die Überzeugung aus eigener Kraft ohen die Hilfe eines Arztes, ein Kind zur Welt bringen zu können, ist vor allem bei Erstgebärenden sehr schwach ausgeprägt.
Hinzu kommt, dass - im Gegensatz zu nordeuropäischen Ländern - Frauen die schwanger sind, zunächst nur zum Frauenarzt gehen und nicht automatisch auch zur Hebamme. Der erste Ansprechpartner ist somit ein Mediziner. Und er oder sie rät in der Regel von einer Hausgeburt ab."


Artikel

Englischsprachige Seiten


Home versus hospital deliveries: follow up study of matched pairs for procedures and outcome
"All women were followed up from their first antenatal visit till three months after delivery. Referrals during pregnancy (n = 37) and labour (70), changes of mind (15 home to hospital, eight hospital to home), and 17 miscarriages resulted in 369 births occurring at home and 486 in hospital. During delivery the home birth group needed significantly less medication and fewer interventions whereas no differences were found in durations of labour, occurrence of severe perineal lesions, and maternal blood loss. Perinatal death was recorded in one planned hospital delivery and one planned home delivery (overall perinatal mortality 2.3/1000). There was no difference between home and hospital delivered babies in birth weight, gestational age, or clinical condition. Apgar scores were slightly higher and umbilical cord pH lower in home births, but these differences may have been due to differences in clamping and the time of transportation."


Safety of homebirth
What the Research Shows

PDF der bisher größten prospektive Kohortenstudie zu Hausgeburten
durchgeführt durch Kenneth Johnson vom kanadischen Center for Chronic Disease Prevention and Control und Betty-Anne Daviss von der International Federation of Gynecology and Obstetrics


16.07.02